Strafrechtskanzlei

Strafverteidigung in der Schweiz, insbesondere in den Kantonen Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich

03/08/2017

Der Beschuldigte des Angriffs mit einer Kettensäge auf Mitarbeiter einer CSS-Filiale in Schaffhausen sitzt in Untersuchungshaft. Top Online berichtete.

Was aber sind genau die Voraussetzungen für die Anordnung einer Untersuchungshaft und wie funktioniert das?

Die Untersuchungshaft wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft vom Zwangsmassnahmengericht (ZMG) angeordnet und endet spätestens mit der Anklage (falls es nicht schon vorher zu einer Entlassung kommt, sobald die Haftgründe nicht mehr bestehen). Nach erfolgter Anklage handelt es sich bei der Haft um die sogenannte Sicherheitshaft. Der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft ist spätestens innert 48 Stunden seit der Festnahme zu stellen. Andernfalls ist die inhaftierte Perso...

27/07/2017

Das Bezirksgericht Zürich hat heute entschieden: Die Tötung einer Prostituierten im Jahre 2014 im Hotel Dolder in Zürich war in strafrechtlicher Hinsicht ein Mord. Die NZZ berichtete.

Was aber ist genau der Unterschied zwischen vorsätzlicher Tötung und Mord? Art. 111 StGB erfasst die vorsätzliche Tötung und beschreibt den Grundtatbestand. Dieser kommt zur Anwendung wenn keine der besonderen Voraussetzung der nachfolgenden Bestimmungen im Strafgesetzbuch zutrifft. Handelt der Täter besonders skrupellos, d.h. sind z.B. sein Beweggrund, der Zweck der Tat oder die Art der Ausführung besonders verwerflich, so liegt ein Mord vor. Damit geht eine höhere  Strafe einher, d.h. lebenslängliche Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn...

26/07/2017

Einer meiner Klienten, der als Treuhänder ein Grundstückgeschäft abzuwickeln hatte, war mit der Arbeit einer stellvertretenden Grundbuchverwalterin nicht zufrieden, weil diese nach seiner Ansicht das Geschäft nicht speditiv bearbeitete, Instruktionen nicht umsetzte und häufig nicht zu erreichen war. Im Rahmen dieses Mandates schrieb er der Grundbuchverwalterin einen Brief, in welchem er Kritik an ihrer Arbeit übte und sie aufforderte, ihre Pendenzen zu erledigen. Eine Kopie davon schickte er seinen Kunden, der finanzierenden Bank sowie dem Notariatsinspektor. Der Brief enthielt als Einleitung folgenden Satz:

"Ihr Verhalten gegenüber unseren Kunden und uns ist gelinde gesagt eine Frechheit. Ob der Grund Ihres untragbaren Verhaltens an Ih...

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